Startseite
  Über...
  Archiv
  der Autor
  Gästebuch
  Kontakt

 


http://myblog.de/oxumare

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Und immer grüßt der Ekel...

"Gib mir die Kraft und den Mut, mein Herz und meinen Körper ohne Ekel zu betrachten!" - Charles Baudelaire

Vorurteile kommen heute nur noch selten in der Form von "Man darf nicht...", "Es ist böse..." oder gar "Gott will nicht..." daher. Meistens sind sie zurückhaltender, subtiler geworden. Trotzdem lernt man zu einem gewissen Grad schon als Kind, was man als "gesunder" Mensch gefahrlos schön finden kann und was man eklig finden sollte. Ich sehe das keinesfalls als Erziehungsfehler, so lange es nicht auf rabiate Weise geschieht, immerhin geben Erwachsene Kindern immer Werte mit auf den Weg, solange die sich über die in Frage stehenden Dinge noch keine eigene Meinung bilden können, und dafür haben sie auch nur ihre eigenen Ansichten zur Verfügung. Es bleibt nur schlichtweg nicht aus, dass man dabei auch Dinge lernt, die man später hinterfragen und von denen man sich wieder lösen muss, wenn sie einem das Leben nicht unnötig schwer machen sollen.

Ich komme aus einer Kleinstadt, die längst nicht so winzig und ländlich war, wie die dort vorherrschende Geistesart vermuten ließ. Auf meiner Kommunionsfeier, 3. Klasse Grundschule, schwadronierte meine entferntere Verwandtschaft darüber, dass ich nun ja schon die halbe Zeit bis zu meiner Hochzeit rum hätte, im Biologie-Unterricht der 6. Klasse wurde absolut ernsthaft gelehrt, dass gesellschaftlicher Verfall sowie geistige Verwirrung dazu führe, wenn Frauen willentlich kinderlos blieben, und dass Homosexualität eine Krankheit sei, und noch Silvester 2003/2004 erklärte ein Polizeibeamter meiner zwar ziemlich alternativ aussehenden, aber auf dem Polizeirevier völlig höflich auftretenden damaligen Partnerin und mir, dass es unsere Schuld sei, dass wir auf der Straße mit brennenden Silvesterböllern angegriffen wurden, wenn wir so aussehen und händchenhaltend durch die Stadt gehen müssten. Im Vergleich zu früheren Jahrzehnten geht das alles noch, trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich dem Kaff bis auf wenige Einzelpersonen hinterher trauere.

Die Verwandtschaft habe ich reden lassen und eh kaum gesehen, der Polizeibeamte hat mich zu dem Zeitpunkt schon gar nicht mehr überrascht und im Biologie-Unterricht habe ich der Klasse zu einer unterrichtsfreien Stunde verholfen, weil ich, damals noch ahnungslos, dass mich das Thema einmal betreffen könnte, den Lehrer gefragt hatte, ob er sich denn ändern könnte und wollte, wenn die Natur es zufällig so eingerichtet hätte, dass gleichgeschlechtliche Paare Normalität wären und auch nur diese Kinder bekommen könnten - woraufhin die Diskussion etwas länger dauerte *g* Mein Denken und meine Ansichten in solchen Dingen haben sich in den letzten zehn Jahren nicht wirklich geändert, weil es auf dieser Ebene nie Schwierigkeiten gab. Die Unsicherheit sitzt unter der Oberfläche.

Meine Eltern, im Gegensatz zur übrigen Verwandtschaft, waren schon immer ziemlich tolerant. Sie selbst leben sehr traditionelle Rollenbilder, allerdings, soweit ich das beurteilen kann, weil sie glücklich damit sind und es für sie einfach das Richtige ist, nicht aus Konvention, und sie haben immer zugestanden, dass andere anders leben und damit glücklich werden können. Ich weiß, dass ich schnell mal kritischer klinge, als ich es beabsichtige, wenn ich längere Texte schreibe und mir dabei nicht der Sinn danach steht, Unmengen von Smilies zu verwenden, von daher möchte ich es diesmal ganz deutlich dazu sagen: ich kritisiere nicht meine Familie hier oder deren Aussagen, denn die sind völlig legitim, sondern ich frage mich einfach nur, warum mich manche Dinge so sehr beeinflusst haben. Womit ich letztendlich höchstens meinen eigenen Geist kritisiere, dass dieser tatsächlich so leicht zu verunsichern sein soll.

Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich als Kind mit meinen Eltern vor dem Fernseher saß und plötzlich gezeigt wurde, wie zwei Männer sich küssen. Auf jeden Fall deutlich jünger als zu der Zeit, als ich dem Bio-Lehrer immerhin schon widersprechen konnte, aber auch alt genug, um keine Kinderfilme mehr zu gucken, irgendwas im Grundschulalter. Bei dieser Szene sagte mein Vater plötzlich: "Ihh, Schwuchteln, wer will denn sowas sehen?" Dadurch, dass ich bisher noch nicht wirklich was von Schwulen gehört hatte, war ich auch entsprechend unvoreingenommen und fragte mit typisch kindlicher Neugier, was denn damit sei, bekam auch soweit erklärt, was "schwul" bedeutet, verstand allerdings nicht, warum es schlimm sei, sowas im Fernsehen zu sehen. Die Erklärung meines Vaters war: "Weil es eklig ist." Die Unterhaltung verlief, wie eine Unterhaltung mit einem neugierigen, aber völlig ahnungslosen Kind verlaufen muss: "Warum ist das eklig?" / "Schwule sind eben eklig... und sie machen eklige Dinge." / "Aber was ist denn so eklig? Das sah gerade gar nicht so eklig aus..." / "Ist es aber, da muss man sich nicht drüber unterhalten."

Jeder hat Dinge, vor denen er sich einfach ekelt, die er nicht sehen und an die er am liebsten gar nicht denken will. Ich bin kein Freund großartiger Heuchelei: wenn einen was ekelt, ekelt es einen, und das kann man auch sagen. Ich bin allerdings erstaunt, wie lange sich dieses "Es ist ja nicht verboten, und sollen sie, wie sie wollen, aber... ganz schön eklig sind sie ja schon!", mit dem ich aufgewachsen bin und das ich später auch von anderen immer wieder gehört habe, scheinbar unterschwellig noch gehalten hat, wenn es mir nun wieder Hallo sagt. Und es sagt mit Hallo. In einer ziemlich grotesken Art und Weise.

Ekel ist ein Gefühl, dass mich die letzten zwölf Jahre konsequent begleitet hat. Es hat mich den Großteil der Zeit völlig ratlos gemacht, da ich es nicht mal ansatzweise erklären konnte, vertrieben hat es der Mangel an rationaler Rechtfertigung allerdings nicht. Ein weiblicher Körper ist für mich nichts Ekliges und war es nie, ich konnte schon immer haufenweise Frauen nennen, die ich in ihrem Erscheinungsbild für schön, ästhetisch und würdevoll hielt. Von Ekel keine Spur - außer bei mir selbst. Denn was an anderen durchaus passend, in sich stimmig und oft auch hübsch war, fühlte sich an mir äußerst fehl am Platz an. Warum das so ist, kann ich immernoch nicht sagen, aber wer kann schon sagen, warum er der Mensch ist, der er ist? Nachvollziehbarerweise war solch eine Wahrnehmung für die meisten Menschen unverständlich, ich hätte mich nach Meinung anderer nicht ekeln brauchen...

...Nun stehe ich hier und frage mich, ob ich irgendwann in der Situation sein werde, mich nicht vor mir zu ekeln, während eine ganze Menge anderer der Meinung sein könnten, dass ich allen Grund dazu hätte. Ich kann noch nicht voraussehen, wie meine Identität aussehen wird, wenn ich sie endlich zu fassen bekomme, dementsprechend ist es ein hypothetischer Gedanke, aber er ist so skurril, dass er fast schon wieder lustig ist.

 

22.10.07 02:50
 


bisher 8 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Die Frau vom Meer / Website (22.10.07 23:08)
Sehr gut geschriebener Text, wie ich finde. Und das mit dem persönlichen Ekel... Vielleicht braucht es noch ein bißchen Zeit, aber ich glaube, Du wirst irgendwann "begreifen" (nicht im Sinne "Noch bist Du zu dumm, das zu verstehen", sondern quasi "Wie Schuppen von den Augen fallen und dann nur noch staunen können"), dass Du kein demütiger Gefangener des eigenen Körpers bist. Natürlich hat die Natur jedem Menschen sein Äußeres bei der Geburt gegeben, und der Modifikation sind durchaus Grenzen gesetzt, aber bis man diese Grenzen erreicht hat, kann man so unendlich viel variieren...

Wir kennen uns jetzt schon so lange, aber als ich las, dass Du neue Photos gemacht hast, habe ich mir, bevor ich die Seite öffnete, vorgenommen, alle vorherigen Eindrücke soweit möglich aus meinem Kopf zu verbannen, um einen unvoreingenommeneren Blick zu bekommen, und ich muss zugeben, dass ich doch sehr baff war. Wie 14 siehst Du für mich keineswegs aus, und auch nicht mehr "typisch", egal, auf welches Geschlecht bezogen. Ich kann nur für mich sprechen, aber die Veränderung ist wirklich beeindruckend.

Vielleicht magst Du irgendwann die jetzigen Photos mit alten von Dir vergleichen, und dann wird Dir bestimmt bewusst werden, was für einen riesigen Schritt Du bisher gegangen bist - und wieviele Du noch gehen kannst, wenn Du es denn möchtest.

Ich denke, dass jeder Mensch einen gewissen Ekel - vor was oder wem auch immer - in sich trägt, und mal im Ernst, wer sich makellos findet, möge den ersten Stein werfen [glaub mir, die imaginäre Glasscheibe wird auch in 100 Jahren noch heil sein...], doch vielleicht hilft es Dir, bei Sprüchen wie "Igitt, das ist ja eklig" [auch, wenn es nicht direkt auf Dich gemüntzt ist], zu wissen, dass Du froh sein kannst, genau diesen Ekel NICHT zu haben.

Lange Rede, kurzer [doofer] Sinn: Das wird! ^^


Die Frau vom Meer / Website (22.10.07 23:10)
Ähm, PS: Das Kommentarproblem könnte darin bestehen, dass der jeweilige Kommentar zu lang ist. Zumindest auf meinem Blog werden solche ab einer bestimmten länge nicht mehr übernommen. Probier einfach mal, mehrere, kürzere Texte abzuschicken.

PSS: Ich hab da oben ganz schönen Blödsinn geschrieben, oder? o_O Der ganze Mimesis-Kram hat mein Gehirn durchsiebt! *mit den Armen fuchtel* ^^


Oxumaré (23.10.07 03:02)
Dass die Beschäftigung mit von Fremdwörtern überquellender Sekundärliteratur zu Plato wirr im Kopf macht, glaub ich gern *g* Blödsinn hab ich aber trotzdem keinen finden können

Danke für deinen Kommentar! Ja, irgendwann wird es hoffentlich so weit sein: rausgefunden haben, was sich verändern lässt, und geistig über dem drüber stehen, was sich nicht verändern lässt. Ich hoffe es. Es gibt Leute, die es geschafft haben, inzwischen weiß ich das zum Glück, aber die sind meist auch ein ganzes Stück älter als meinereins und haben auch ihre Zeit gebraucht, um so weit zu kommen - von daher, auch wenn ich den Ekel und das ganze Chaos manchmal wirklich gründlich satt habe, da ist zumindest die Aussicht, dass diese ganze Zeit, die es braucht, seinen Weg zu suchen, sich letztendlich lohnen kann.

Den Vergleich mit alten Bildern hab ich doch gleich mal gemacht - danach ist die Sorge, dass irgendwelche Dozenten, bei denen man vor mehreren Semestern mal einen Kurs gemacht hat, einen wiedererkennen, gleich geringer *g* Du hast recht, so nebeneinander gehalten ist es wirklich erstaunlich. Bei sehr alten Bildern ist eine gewisse Ähnlichkeit wieder da, aber so aus den letzten paar Jahren... wenn ich es nicht ganz genau wüsste, würde ich bei einigen selbst nicht merken, dass es die gleiche Person ist *g*
Wenn die neuen Bilder untypisch und uneindeutig rüberkommen, freue ich mich natürlich. Denke, der "wie 14"-Eindruck beruht vor allem darauf, wenn Gesicht, Größe und Stimme zusammenkommen und man das auch wirklich noch aus der Nähe erlebt, ohne schwarz-weiß-Effekt, auf den Fotos finde ich das nämlich auch nicht so krass. Vielleicht liegt es bei vielem aber auch einfach daran, dass ich *weiß*, dass da geschummelt wurde, während andere das gar nicht unbedingt so stark wahrnehmen.


Oxumaré (23.10.07 03:03)
Der Vergleich mit der Glasscheibe ist gut - ja, die dürfte sich wohl wirklich recht lange halten... Würde ich mich selbst auch noch davor ekeln, hätte ich wirklich ein Problem. Von daher hat es zwar was Absurdes an sich, wenn momentan fast sowas wie ein bisschen Scham darüber aufkommt, sich eben nicht zu ekeln, weil da im Hinterkopf tatsächlich nochmal sowas hochkommt, dass man sich vor sich ekeln sollte (und nur noch abartiger ist, wenn man das noch nicht mal einsieht *g*), aber letztendlich weiß ich viel zu gut, es für ein Schwachsinn das ist, als dass ich befürchten müsste, es könnte sich lange halten. Vielleicht muss man da noch mal durch, um wirklich damit abgeschlossen zu haben. Und ich denke, wenn man nach so langer Suche erstmal soweit ist, zu wissen, wo man steht, dann ist andere labern zu lassen nur noch ein Kinderspiel...

Danke für den Tipp, da hatte ich gar nicht mehr dran gedacht, dass es ja schonmal so ein Problem mit zu langen Kommentaren gab wie du siehst, hab ich das Aufteilen gleich mal ausprobiert und es klappt


Die Frau vom Meer / Website (23.10.07 22:51)
Natürlich sind die meisten jener Menschen, die ihren eigenen Weg endgültig gefunden haben, schon ein ganzes Stück älter als Du... denk mal dran, wie jung Du bist. (; Das meine ich jetzt keineswegs abwertend oder gar bösartig. Vielen wird halt erst nach vielen Jahren bewusst, "dass da was nicht stimmt", eventuell erst, wenn sie mitten im eigenen Familienleben stecken und dann merken, dass da ganz gewaltig der Wurm drin ist. Sei so gesehen froh, dass Dir sowas erspart geblieben ist! Sicher fühlt man sich komisch, wenn man im Vergleich zu "Leidensgenossen" noch relativ jung ist, weil man denkt "Ich bin noch so jung und schon so komisch", aber vielleicht hat man auch den Vorteil, dass eventueller Ekel vor sich selbst noch nicht so "festgefahren" ist... stell Dir mal vor, man trägt solche Gefühle 20, 30 oder 40 Jahre mit sich herum, was das dann für Spuren hinterlässt...

Ich denke auch... wenn Dich jemand im Alltag sieht, wird er kaum überlegen, ob Du irgendwas "versteckst" oder kaschierst. Sicher lässt es sich nicht vermeiden, dass Dich Leute eventuell für jünger halten, als Du sein magst, aber hey, der eine wird noch mit 30 an der Kinokasse nach dem Ausweis gefragt und der andere bekommt schon mit Anfang 20 tiefe Falten. (; Was meinst Du, wie oft ich wegen meiner Augenringe angesprochen werde... -_- "Da gibt es gute Cremes gegen!" - pah, dass ich nicht lache... ich bin Mitte 20, da benutze ich doch noch keine Spezial-Cremes... *grummel* ^^


Die Frau vom Meer / Website (23.10.07 22:51)
Übrigens fiel mir zu dem Ekel-Thema noch ein Satz ein, den mir meine Mutter vor einigen Jahren mal eher beiläufig sagte... "Wenn sich herausstellen sollte, dass eines meiner Kinder einen gleichgeschlechtlichen Menschen liebt... ich wüsste nicht, wie ich damit umgehen sollte." Damals war ich noch mitten in der Pubertät, und ich werde nie vergessen, wie ich anschließend in meinem Zimmer saß und Angst davor bekam, dass ich mich eines Tages in eine Frau verlieben könnte... Ich denke, besonders Menschen aus einer anderen Generation als wir merken gar nicht wirklich, was sie mit solchen Aussprüchen anrichten können. Sie meinen es nicht unbedingt böse, aber sie denken auch nicht darüber nach, dass Themen, die ihnen Angst einflößen, weil sie nie wirklich Kontakt damit hatten, vielleicht gar nicht so "böse" sind, wie sie erscheinen...


Oxumaré (24.10.07 23:53)
Gerade bei den Älteren ist es, soweit ich das von einigen mitbekommen habe, oft ein ziemliches Informationsproblem gewesen - sie haben zwar vielleicht schon früh gemerkt, dass was nicht stimmt, hatten aber überhaupt keine Ahnung, wie das einzuordnen war und wie sich damit umgehen ließe. Darüber was rauszufinden ist vielen dann erst in den letzten Jahren gelungen und ja, wenn ich mir das vorstellen, dass da oft eine Familie vorhanden ist und die ganzen Sicherheit, die sich die Leute eventuell jahrzehntelang aufgebaut haben, in sich zusammen fallen kann, dann habe ich einerseits einen riesigen Respekt vor denen, die sich sowas trotzdem eingestehen, und bin andererseits sehr froh, in einer Zeit zu leben, in der man schon früher an die nötigen Informationen kommen kann.

Das ist wahr, Alter schätzen ist unheimlich schwer und geht bei vielen oft daneben. Muss gerade daran denken, wie ich mit 17 im Praktikum eine chinesische Kollegin hatte, die ich für jemanden etwa in meinem Alter, höchstens 20, gehalten hatte und die sich dann nachher als zehn Jahre älter herausstellte. Empfehlungen für Anti-Falenten-Creme? Nee, oder? Manche müssen echt für alles ihre ach so tollen "Schönheits-Tricks" verteilen, ob ihr Gegenüber die haben will oder nicht Augenringe gehören zu unserer Lebensweise dazu, jawoll


Oxumaré (25.10.07 00:07)
Nein, böse meinen die meisten Eltern sowas sicher nicht, niemand kann über seinen eigenen Horizont hinausschauen - und im Normalfall merkt man seine eigenen Vorurteile ja auch nicht, bis einen nicht wer mit der Nase drauf stößt. Nicht, dass wir jemals Kinder haben wollen - aber falls wir welche hätten, wer weiß, was wir ihnen an Ansichten mit auf den Weg geben würden, was sich in ein paar Jahrzehnten als ziemlich kurzsichtig gedacht erweisen würde... Trotzdem ist es für einen natürlich ätzend, wenn man jung ist und durch sowas total verwirrt wird, und die Panik, die das ausgelöst hat, kann ich dir nachempfinden. Aus Neugier wühle ich mich momentan noch mal durch ein paar Schreibversuche aus meiner Jugend - größtenteils richtig grottiges Zeug *g*, aber ich bin erstaunt, wie voll das mit Andeutungen von Dingen ist, die ich mich nicht deutlich auszusprechen getraut habe, aus Angst, "eklig" zu sein... sehr eigenartig, sowas nach Jahren noch mal zu lesen - nicht wirklich negativ, aber es hält mir die Stadt vor Augen, in der ich aufgewachsen bin.
Sind deine Eltern diesbezüglich eigentlich immernoch auf dem gleichen Stand wie damals oder werden sie in irgendeiner Weise lockerer? Bei meinen merke ich nämlich schon, dass sie mit zunehmendem Alter gelassener werden und inzwischen teilweise ziemlich humorvoll mit Dingen umgehen, die sie früher irritierend fanden.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung