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Eine Woche rum

An sich war es ein unproblematischer Start. An der Uni fand noch nicht viel statt und dort, wo was stattfand, wurden die Anwesenheitslisten gerade erst erstellt und eingesammelt, so dass noch kein Dozent an dem neuen Namen hängenbleiben und sich wundern konnte, ob er mich nicht unter einem anderen kennt. Von den Studenten waren auch noch nicht alle da und überhaupt, bisher war alles erfreulich unproblematisch. Meinentwegen könnte es so bleiben *g*

Was ich sicherlich unterschätzt habe, ist, wie anstrengend es geistig selbst ohne äußere Komplikationen schon sein kann. Die Menge an Gedanken und Erinnerungen, die es sich in meinem Kopf bequem macht, ist nicht von schlechten Eltern, und teilweise fühle ich mich um Jahre zurück geworfen. Identitätsfindung ist normalerweise ein Pubertätsthema, nur dass ich es in der dafür vorgesehenen Zeitspanne nicht lösen konnte, größtenteils wohl einfach aus Unwissenheit. Wenn man glaubt, dass es etwas wie einen selbst nicht geben kann, muss man sich andere Wege suchen. Zehn Jahre später steht man dann da und und fängt noch mal von vorne an. In einer gewissen Weise passt es geradezu, wie jung ich wirke - intellektuell mag das anders sein, aber emotional bin ich momentan genauso jung, wie ich aussehe. Und neben meinem manchmal groben Humor (ich sag nur "Hornochse" und "Entenarsch" -.-) ganz schön unsicher.

Ihr könnt mir jedenfalls glauben, dass man sich wie ein Vollidiot fühlt, wenn man als wirklich alles andere als konservativer 22jähriger plötzlich wieder Aussagen im Kopf hat, die man als Kind mal von seinem Vater gehört hat, oder Dinge, die vor zehn Jahren mal im Bio-Unterricht gelehrt wurden, und merkt, dass man tatsächlich irgendwo zweifelt, ob nicht etwas Wahres dran sein könnte. Und das, obwohl man seit Jahren weiß, dass zumindest letztere erstens der Verbitterung eines alternden Lehrers entstammten, der seine gewohnte, Sicherheit gebende Rollenverteilung gefährdet sah, und zweitens auch rein wissenschaftlich falsch waren.

Ich werde versuchen, zu dem Thema nachher noch ein bisschen mehr zu schreiben, weil ich denke, dass ich nicht der einzige bin, der irgendwelche alten Vorurteile mit sich rumschleppt, die er eigentlich längst widerlegt hat - und die manchmal doch noch seine Selbstwahrnehmung beeinflussen. Für andere mögen das andere Exemplare sein, aber das Prinzip ist möglicherweise gar nicht so unähnlich.

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@Oxymoron: Vielen Dank für deinen Gästebucheintrag! Mal gucken, was das Universum dazu sagt - möglicherweise gehe ich ihm eines Tages so auf den Senkel, dass es eine Erkenntnis rausrückt  Denke mal, sowas kann einem einfach nur Erfahrungen bringen - und auf dem Gebiet kann man nur mitnehmen, was man kriegen kann. "Take what you can - give nothing back!"  Hab mir inzwischen übrigens das Hannelore-Lied angehört - diese Claire Waldoff war für ihre Zeit echt lustig drauf *g* Danke für die lieben Worte und das Bekanntmachen mit den "musikalischen Eskapaden"!

21.10.07 21:11
 


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